Im Jahr 2021 hatten 2,6 Millionen Deutsche nach eigener Einschätzung nicht genug Geld, um ihre Wohnung ausreichend zu heizen, so das Statistische Bundesamt. Mit einem Bevölkerungsanteil von 3,2 Prozent lag Deutschland deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 6,9 Prozent. Hierzulande waren Alleinlebende (4,3 Prozent) und Personen in Alleinerziehenden-Haushalten (4,7 Prozent) besonders häufig betroffen.

In Bulgarien konnte nahezu jeder Vierte (23,7 Prozent) seine Wohnung aus finanziellen Gründen nicht angemessen warmhalten, in Litauen mehr als jeder Fünfte (22,5 Prozent). Auch auf 19,4 Prozent der Menschen in Zypern, auf 17,5 Prozent der Griechen und auf 14,2 Prozent der Spanier trifft dies zu. Am niedrigsten war der Anteil in Finnland (1,3 Prozent). Auch in Schweden, Slowenien und Österreich (jeweils 1,7 Prozent) müssen vergleichsweise wenige Menschen frieren.

Die Daten basieren auf Ergebnissen der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC). Sie wird seit 2020 in der Europäischen Union erhoben und soll Hinweise auf Armutsgefährdungen geben.